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Thalhäusl 2014

Freitag, 25 April 2014 - Sonntag, 27 April 2014

Das Hüttenwochenende!

Thalhäusl 1, Fischbachau, Freitag der 25. April 2014

32 Mann (und natürlich auch Frau) samt 3 Kindern und 3 Hunden treffen sich in einem ziemlich abgelegenen Pfadfinderhäuschen im Wald um gemeinsam ein entspanntes Wochenende zu verbringen.....

Entspannt trifft es..... mörderisch gut aber auch!

Unsere Unterkunft bot alles was sich das Schwertkämpferherz (oder auch sonst jedwedes Herz) von einem Hüttenwochenendhaus wünschen könnte: großer Essens-/Aufenthaltsraum, viele Mehrbettzimmer zum Verteilen von Sack und Pack und eine riesige Küche in der sich der Stephan gleich so richtig austoben konnte. Und was machen Männer, wenn sie ein neues Gebiet besetzen? Richtig... Regeln aufstellen. Mit Stephans´ Küchenregel konnten sich allerdings alle sehr schnell anfreunden: Tanzen oder Trinken. Die meisten entschieden sich für UND.

Unsere fleißige Küchenfee (gibt´s von diesem Wort überhaupt eine männliche Form?) hat dann sein Revier auch sogleich voll in Beschlag genommen und am Freitagabend wurde gleichmal "die Carbonara" und "die Bolognese" gezaubert. Dazu gab es ein paar brennende Münder die von Stephans Chilli-mühle verursacht wurden. Dazu sollte man sagen: es gab zwei verschiedene Mühlen. Eine "nicht so scharfe, für Mädchen" und eine "richtig scharfe für echte Kerle". Wohlweislich stellte Stephan hierzu auch eine Regel auf: "wer würzt, isst auf". Natürlich wollte sich niemand eine Blöße geben und nahm die Mühle "für echte Kerle"..... einigen fiel es danach schon etwas schwer Stephans´ Regel auch einzuhalten :)

Am Abend wurde auch das berühmt-berüchtigte "Mörderspiel" angestoßen. Jeder zog den Namen eines anderen Anwesenden aus einem Hut. Diesen musste derjenige dann "umbringen". Dafür benötigte man dann nur noch ein Mordwerkzeug....das konnte allerdings absolut jeder Gegenstand sein. Das "Opfer" musste es sich nur freiwillig und ohne anwesende "Lebende" geben lassen.

Diese "Nebenquest" des Wochenendes bewirkte auch gleich, dass sich am ersten Abend die Alkoholleichen nur so türmten (Tod durch Ramazzotti und Weißbier... was gibt es schöneres ;) ).

Allerdings wurde das gemeinsame Aufräumen dadurch signifikant schwerer.... denn Hilfsbereitschaft war geradezu ... naja eben "tödlich". So gab es Opfer von Tellern und Tassen usw. Bis tief in die Nacht wurde am Freitag dann das Wochenende mit Kartenspielen jeglicher Art (ich sag nur BAM!) und versuchten oder geglückten Mordanschlägen eingeläutet.

 

Am Samstag gab es die Möglichkeit gleich an zwei verschiedenen Bastelkursen mitzuwirken: Schwertscheiden bauen mit Michi Rasch oder wendegnähte Schuhe aus Leder nähen mit Kiki.

Und für alle, die sich nicht nach Basteln fühlten wurden noch Bogenschießen oder Musizieren mit Josef angeboten. Kurz gesagt: für jeden was dabei.

Und so wurde den ganzen Samstag über gewerkelt und gesägt, geschnitten und genäht, gemessen und geklebt, ge..... äh.. naja und so weiter :)

Einige verfielen in einen derartigen Bastelrausch dass sie am Abend quasi durch so etwas "unwichtiges" wie Hunger doch tatsächlich "gezwungen" wurden ihre Arbeit zu unterbrechen. Dabei gab es allen Grund die Ledernadel mal aus der Hand zu legen, sich (sofern vorhanden) in seine Mittelalterklamotte zu schmeißen und den Abend mit Stil zu begehen.

Schließlich traf man sich mit blutigen und wunden Händen aber mit großer Vorfreude auf Stephan´s drei Gänge Menü im wunderschön dekorierten Essensaal. Natürlich wurden wir nicht enttäuscht: Spargelcremesuppe, Hirschgulasch mit Kraut und Knödel und Apfelstrudel mit Vanillesoße. Damit könnte man selbst Tote wieder zum Leben erwecken.. nein moment das wäre gegen die Regeln des "Mörderspiels". Dabei gab es am Abend schon einige "frühzeitig Abgelebte". Einige fielen Bänken zum Opfer, andere dagegen gingen leichtfertig mit persönlichen Wäschestücken um und fanden damit ihr Ende.

Und was kann man mit vollem Bauch und Met im Krug am besten tun? Richtig... Schafkopfen. Einige dagegen hatten nach dem leckeren Mahl wieder Kraft getankt und nähten bis tief in die Nacht weiter an ihren Schuhen und Schwertscheiden.

Am nächsten Morgen gabs als Katerfrühstück zur Stärkung erst mal noch Reste-Essen (und wie jeder weiß schmeckt ein Gulasch am nächsten Tag sogar NOCH besser) und es wurde schweren Herzens auch langsam auf- und in die Autos eingeräumt. So ein Wochenende kann gefühlt schon ganz schön kurz sein. Zum Abschluss versammelte man sich noch, sofern nach dem Wochenende noch etwas Platz im Magen war, im Winklstüberl und versetzte seinen Gaumen noch ein letztes Mal in Ekstase bevor es wieder heimwärts ging. Zum Schluss bleibt zu sagen: Tom, wann ist der Termin für nächstes Jahr? Trag mich schon mal ein!

Anmerkung d.Red.: Am 16.04 - 18.04.2015! Wir freuen uns schon! Meldet Euch hier an ;-)



Petra Sabjan
Samstag, 22 November 2014

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