Hanko Döbringer

Geburtsdaten nicht bekannt / Mutmaßlich der erste Fechtmeister, welcher die Verse Liechtenauers festgehalten hat

Hanko Döbringer, seines Zeichens Pfarrer, gilt als einer der Autoren der sogennanten Nürnberger Handschrift von 1389. Dies ist das erste bekannte Fechtbuch, das sich mit der Tradition Liechtenauers auseinandersetzt.

In dieser vielleicht wichtigsten Handschrift der Fechtkunst werden auch die Fechtmeister Andres Juden, Jost von der Neißen sowie Nidas Preußen genannt und tragen einige Verse zum Buch bei. Das Buch allgemein ist jedoch nicht nur ein reines Fechtbuch, sondern mit vielen anderen Dingen gefüllt, wie alchemistischen Rezepten, Anleitungen zum Härten von Eisen und anderem.

Dennoch ist der Haupteil des Werkes der Fechtkunst Meister Liechtenauers gewidmet. Und damit stellt es das erste Werk dar, dass diesen Namen ins "Spiel" bringt. Ein Name, der die kommenden 200 Jahre die europäische "Szene", die Schlachtfelder und Kampfschauplätze beherrschen sollte. Den Namen "Codex Döbringer" trägt es wohl aufgrund eines Interpretationsfehlers, der schon auf Martin Wierschin und sein 1965 aufgelegtes Buch "Meister Johann Liechtenauers Kunst des Fechtens" zurückzuführen ist 

 

Wichtigstes Werk: