Hans Talhofer

Geb. ca.1410 / Verst. nach 1482 / Neben Liechtenauer der wohl bekannteste Fechtmeister des deutschen Mittelalters

Neben Liechtenauer ist Hans Thalhofer wohl die bestimmende Figur des fechterischen Mittelalters. Er hat uns ganze vier eigene, reich bebilderte und unglaublich schön illustrierte Fechtbücher hinterlassen. Warum wir hier auch ein paar mehr Bilder zeigen möchten.

 

Obwohl wir annehmen können, dass seine Wurzeln ebenso auf den Lehren Liechtenauers fußten, pflegte Thalhoer so etwas wie einen eigenen Stil. Auch über sein Leben ist im Gegensatz zu anderen Meistern sehr viel bekannt. Dies liegt wohl auch daran, dass er als Gerichtskämpfer und Fechtmeister stets adlige Dienstherren hatte. Diese machten es ihm auch möglich, die damals so kostbaren und teuren Bildbände herstellen zu lassen.

 

Thalhofer war wohl ein sehr gebildeter Mann, denn er beschäftigte sich nicht nur mit der Fechtkunst, sondern auch mit Astrologie und vor allen Dingen der Lehre der Kriegsmechanik, wie man in seinem 1459 veröffentlichen Manuskrit MS Thott.290 sieht, das zu Beginn Ausschnitte aus dem bekannten Bellifortis von Konrad Kyeser enthält.

 

 Eigene Werke:

Quellen: Bayrische Staatsbibliothek / Dänische Nationalbibliothek

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